WDR Rockpalast - Newsletter
10-04-2026


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unten wieder unser aktuelles Programm für die kommenden Rockpalast-Termine im WDR Fernsehen.

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Sonntag auf Montag,
12. auf 13. April 2026, 01.00 - 05.00 Uhr
im WDR Fernsehen

Summerjam Festival 2025
01.00  INNER CIRCLE
02.10  JAH9
03.10  THIRD WORLD
04.10  META DIA AND THIRD WORLD
(04.+ 05. Juli 2025 - Köln, Fühlinger See)
INNER CIRCLE  
- Reggae aus Jamaika -


Jeder kennt ihren größten Hit "Sweat (A La La La La Long)". Inner Circle wurden schon kurz nach ihrer Gründung 1968 zur Institution und waren die erste Reggae-Band aus Jamaika, die durch die USA tourte.

Angefangen haben sie als einfache Coverband, aber im Laufe ihrer langen Karriere haben sich die Grammy-Preisträger dank ihrer Pop-orientierten jamaikanischen Beats und ihren mitreißenden Live-Auftritten zu einer der erfolgreichsten Bands aus Jamaika gemausert.

Inner Circle gehören zu den langlebigsten Reggaebands der Welt und haben mit Stars wie Elton John, Bob Marley, Van Morrison, Robert Plant, Carlos Santana und vielen anderen gearbeitet. Zu ihren größten Erfolgen gehört auch der Song "Bad Boys", der gleichzeitig die Titelmelodie der Serie "Cops" ist und 1995 in einer HipHop-Version für den Film "Bad Boys – Harte Jungs" mit Will Smith neu aufgelegt wurde. Heute setzen sie mit einer eigenen Konzertreihe nach wie vor Maßstäbe und arbeiten mit jungen Künstlern wie Chronixx, Kabaka Pyramid oder Teejay.

JAH9
- Dub/Jazz aus Jamaika -

Die Philosophie der vielseitig begabten Künstlerin Jah9 ist Ausgewogenheit, ihren ureigenen Stil nennt sie Jazz on Dub. Inspiriert von den offenen Räumen des instrumentalen Dub der 1970er Jahre singt Jah9 mit einer Stimme, die oft eher an Jazz als an Reggae erinnert.

Geboren als Janine Cunningham, verbrachte Jah9 die ersten neun Jahre ihres Lebens in Falmouth, Trelawny, am westlichen Rand Jamaikas, bevor sie 1991 in die Hauptstadt Kingston zog. Die Neun, „nine“ steckt in ihrem Vornamen Janine und im englischen Wort "feminine". Außerdem repräsentiert die Zahl als höchste einzelne Ziffer zwischen 0 und 9 für sie das Vollendete und die Essenz von allem.

Aufgewachsen als Kind eines Predigers und einer Sozialarbeiterin, wurde Janine sich der Ungerechtigkeiten in der Welt schon früh bewusst. Als Studentin u.a. der Psychologie und Philosophie stieg sie tief ein in die Rastafari-Religion und deren Erlösungslehre. Schon 2009 war sie eine feste Größe in der Underground-Poetry-Szene Jamaikas. Bei ihren basslastigen Liveauftritten hebt sie stets das Spirituelle hervor. Als zertifizierte Yogalehrerin mit Ausbildung in Kemetic, Ashtanga und Iyengar animiert sie während eines Auftritts ihr Publikum auch mal zum Innehalten und tiefen Atmen.

Jah9 engagiert sich stark in der Jugendarbeit und half bei der Entwicklung von Programmen für gefährdete Jugendliche in Kingston. Sie wirkte an der Sensibilisierungskampagne „Healing of the Nation“ mit und war 2005 Mitbegründerin einer gemeinnützigen Jugend- und Kunstinitiative. Jah9 hat unter anderem mit Protoje und Produzent Don Corleon zusammengearbeitet und ist weltweit auf Tour unterwegs.

THIRD WORLD
- Reggae/Fusion aus Jamaika -

Third World ist eine 1973 gegründete jamaikanische Reggae-Fusion-Band, deren Sound von Soul, Funk und Disco beeinflusst ist. Die Band um die letzten beiden Gründungsmitglieder Stephen „Cat“ Coore and Richard Daley ist eine der langlebigsten Reggae-Bands aller Zeiten und zählt zu den international beliebtesten Crossover-Acts Jamaikas.

Third World wurde 1973 von Keyboarder Michael „Ibo“ Cooper und Gitarrist/Cellist Steven „Cat“ Coore gegründet. Beide waren ausgebildete Musiker und hatten in der Reggae-Szene von Kingston gespielt, bevor sie um 1968 der Originalbesetzung von Inner Circle beitraten.

Als sie 1973 ihre eigene Band gründeten, nahmen sie Inner Circle-Bassist Richard Daley mit und rekrutierten außerdem Schlagzeuger Carl Barovier, Perkussionist Irvin „Carrot“ Jarrett und Leadsänger Milton „Prilly“ Hamilton. Barovier wurde bald durch Cornell Marshall ersetzt. Noch im selben Jahr gab die Band ihr Live-Debüt bei Jamaikas Unabhängigkeitsfeier.

Als Liveband war es nicht einfach für sie, einen Labeldeal an Land zu ziehen, da die meisten Labels in Jamaika von Sound Systems betrieben wurden. Third World gingen kurzerhand in England auf Tour und unterschrieben anschließend beim international ausgerichteten Label Island Records. Island veröffentlichte 1974 ihre Debütsingle „Railroad Track“ und schickte sie als Vorgruppe von Bob Marley und den Wailers auf Europatournee. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1976.

Anfangs als Roots Reggae Band ausgerichtet, mischten Third World später Elemente aus Funk, Pop und Rock und zuletzt auch aus Dancehall und Rap ein. Puristen kritisierten ihre Musik oft als zahm und glatt. Tatsächlich waren sie in den 80er-Jahren regelmäßig in den amerikanischen und britischen Charts vertreten, doch ihre besten Werke waren auch von der Kritik gelobt.

2008 erhielt die Band von der Charles Drew University eine Ehrung für ihr Lebenswerk. Im Januar 2013 wurde die Gruppe anlässlich ihres 40-jährigen Musikjubiläums beim Jamaica Jazz and Blues Festival in Montego Bay mit einem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Im selben Jahr absolvierte die Gruppe eine Welttournee zu ihrem 40-jährigen Jubiläum. Trotz mehrerer Besetzungswechsel und einem Rückgang des Mainstream-Erfolgs nimmt die Band bis heute Alben auf und spielt live. Ihre Alben wurden insgesamt acht Mal für einen Grammy nominiert.

META DIA AND THIRD WORLD
- Reggae/Fusion aus dem Senegal und Jamaika -


Meta Dia ist der Sänger der internationalen Reggae-Combo Meta & The Cornerstones. Meta selbst kommt aus dem Senegal, während der Bassist der Band aus Jamaika und Drummer und Keyboarder aus Frankreich kommen. Gemeinsam frönen sie ihrer Liebe für den Reggae.

Dia wurde im Senegal geboren und wuchs dort auch auf. Seine Leidenschaft für Reggae entdeckte er schon als kleiner Junge durch die Musik von Bob Marley und Gregory Isaacs. 2002 zog Dia nach New York und nahm die musikalischen Einflüsse seiner westafrikanischen Heimat mit in die USA.

Inspiriert vom kreativen Reichtum der Musikszene im Big Apple saugte Dia alles auf, was er fand: Jazz, Rock, HipHop und World Music. Meta Dia hatte eine Mission: Er wollte eine Band mit hochtalentierten Musikern ganz verschiedener Herkunft gründen, die eine gemeinsame Vision hat. So wurden die Cornerstones geboren. Schon 2008 erschien ihr Debütalbum „Forward Music“, das von der Kritik gelobt wurde.

Seitdem haben die Cornerstones Alben in den legendären Tuff Gong Studios auf Jamaika oder Peter Gabriels Real World Studios aufgenommen. Darauf zu finden: Roots Reggae mit Einflüssen aus Bossa Nova, dem Nahen Osten, marokkanischer Gnaoua, Jazz, Flamenco, Rock, Soul und vielen anderen Genres. Die Texte der Songs von Meta & The Cornerstones fordern religiöse Toleranz, spirituelle Gerechtigkeit und auch ganz persönliche Betrachtung. Meta Dia singt sie auf Englisch, Französisch, Wolof und Fulani.

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Sonntag auf Montag,
19. auf 20. April 2026, 01.10 - 04.40 Uhr
im WDR Fernsehen

Summerjam Festival 2025
01.10  CURSE
02.15  AFROB
03.10  KWAM.E
03.50  ALBI X
(06. Juli 2025 - Köln, Fühlinger See)
CURSE
- HipHop aus Deutschland -


Dass sich HipHop und fernöstliche Lehren nicht ausschließen, bewies schon der Wu-Tang Clan. Der deutsche Rapper und Produzent Curse beschäftigt sich neben seiner Leidenschaft für HipHop auch schon viele Jahre mit Buddhismus, Yoga und Meditation.

Michael Sebastian Kurth alias Curse aus Minden gehört zu den Vorreitern in Sachen deutschem HipHop. Bereits in den frühen Neunzigern rappte er mit der Band Treadmill in diversen Jugendtreffs, bevor er im Jahr 2000 mit "Feuerwasser" sein erstes Studioalbum als Solokünstler veröffentlichte. Sein zweites Album "Von Innen nach Außen" erreichte die Top Ten der deutschen Albumcharts und wurde auch in Japan veröffentlicht.

Nach zahlreichen Kollaborationen mit Künstlern wie Kool Savas, Gentleman, Patrice, Xavier Naidoo und Nneka und drei weiteren erfolgreichen Alben kündigte Curse im Jahr 2010 an, seine Rap-Karriere vorerst nicht fortzusetzen. Für einige Jahre blieb er im Hintergrund, produzierte und schrieb Songs für diverse andere Künstler:innen, und das nicht nur im Bereich HipHop.

2014 meldete er sich mit seinem Studioalbum „Uns“ auf seinem neu gegründeten Label „Indie Neue Welt“ zurück. 2018 enterte er mit „Die Farbe von Wasser“ Platz 2 der deutschen Albumcharts, 2024 folgte nach sechs Jahren Pause das Album „Unzerstörbarer Sommer“ mit einer großen Tour.

Curse arbeitet neben seiner musikalischen Karriere als systemischer Coach, er ist auch Yogalehrer und praktizierender Buddhist.

AFROB
- HipHop aus Deutschland -

Afrob
alias Robert Zemichiel ist wohl einer der bekanntesten Rapper Deutschlands. Der Wahl-Hamburger, der seine ersten HipHop-Schritte in "Benztown" Stuttgart machte, ist seit Mitte der Neunziger aktiv.

1977 auf der Flucht seiner Eltern aus Eritrea in Italien geboren, begann Afrob schon im Teenageralter zu rappen. Er tritt zunächst als featured artist auf Alben von Massive Töne oder Freundeskreis in Erscheinung. Später wird Afrob Teil der Stuttgarter "Kolchose" bzw. "FK Allstars" um Max Herre.

1999 kommt sein lang ersehntes Solo-Debüt "Rolle mit HipHop" bei Four Music heraus. Der Track "Reimemonster" (feat. Ferris MC) schließlich macht Afrob quasi über Nacht zur nächsten großen Nummer im deutschen HipHop. Auch die Alben "Made In Germany" und "Wer hätte das gedacht?", das er gemeinsam mit Samy Deluxe aufnimmt, sind sehr erfolgreich.

Auf seinem siebten Studioalbum „Abschied von Gestern“ erzählt Afrob von den Menschen, die ihn zu seiner Karriere inspiriert haben und rappt in „Flüchtling4Life“ über seine Erfahrungen mit Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Der langjährige Fan des VfB Stuttgart mischt auf Tracks von befreundeten Rappern (u.a. Sido) mit, tritt als Schauspieler in Erscheinung ("Leroy") und bringt regelmäßig neue Alben heraus.

KWAM.E
- HipHop aus Deutschland -


Lordin Stegemann alias Kwam.E ist früh in Kontakt mit Rap gekommen und hat sich seine Karriere über mehrere Jahre erarbeitet. Von Battlerap bis zu locker-flockigen Tracks deckt er ein breites Spektrum an Einflüssen ab.

Als Kind ghanischer Einwanderer wuchs Kwam.E im Hamburger Stadtviertel Mümmelmannsberg auf. Dank seiner beiden älteren Geschwister kam er früh mit Musik in Berührung, vor allem mit R&B und HipHop. Sein Bruder, der selbst schon ein wenig gerappt hatte, empfahl Kwam.E, auch mal ein paar eigene Rhymes zu droppen. Kwam.E hat sofort Blut geleckt. Seit 2016 ist er auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Der Rapper Eloquent postete auf seiner Facebook-Seite ein Video, auf dem Kwam.E ihm backstage etwas vorrappt, was für positive Resonanz sorgte und Kwam.E ermutigte, weiter Gas zu geben. 2016 wurde er mit dem Featuring auf Ace Tees Hit „Bist du down?“ bekannt. Samy Deluxe organisierte kurz darauf den Videodreh von Kwam.Es erster eigener Single „Es ist Kwam“. Seitdem geht es mit Kwam.Es Rap-Karriere weiter steil bergauf.

ALBI X
- HipHop aus Deutschland -


Der Kölner Rapper ist international sowohl als Musiker als auch als Model weltweit erfolgreich. Mit seinen energiegeladenen Auftritten und seinen Lyrics setzt sich Albi X für Akzeptanz und mehr Vielfalt ein.

„Albi steht für Albino und das X dafür, dass ich mich nicht schäme“, hat Albi X einmal in einem Interview gesagt. Überhaupt ist Mut zum Anderssein und gesundes Selbstvertrauen ein wichtiger Teil der positiven Message, die Albi X mit seiner Kunst vermittelt. Schaut man ihm in seinen Videos und Liveauftritten zu, bekommt man das Gefühl, dass Albi X das oft bemühte Motto carpe diem wirklich lebt: Er versprüht beim Tanzen und Rappen so viel Energie, als wüsste er: Das hier kann alles jederzeit vorbei sein, also genieße es.

In der WDR-Sendung „Westart“ beschreibt er einen Schlüsselmoment aus seiner Kindheit: Mit neun Jahren war er mit Freunden in Ehrenfeld bei einem Straßenfest. Sie haben mit Stöckern auf Eimern getrommelt. Seitdem hat ihn die Vision, mit Musiker:innen gemeinsam auf der Bühne zu ­stehen, nicht mehr losgelassen.

Albi X kommt aus einer musikalischen Familie: Sein Vater singt im Chor und zu Hause läuft kongolesische Rumba. Albi X lernt als Kind Schlagzeug und Tanzen. Als Teenager reist er mit seiner Tanzgruppe durch Deutschland und lernt so das Einmaleins der Performance.

Zunächst wird er als Model bekannt, 2018 bringt er schließlich seine erste Single heraus. Haiyti featuret ihn auf ihrem Hit-Track „Toulouse“. 2020 erscheint seine erste EP. Sein Sound ist international, mit Einflüssen aus HipHop, Soul und kongolesischer Rumba. Er rappt in verschiedenen Sprachen, darunter Lingala. Seit einigen Jahren spielt Albi X auf großen Festivals weltweit, hatte Auftritte beim SXSW in Texas, beim Melt, in Benelux, Tschechien und Frankreich.

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